Broadway-Feeling im Gäu

Ab 20. Mai wird es in der Mühlematthalle glamourös: Die Konkordia führt das Musical «Kiss me, Kate» auf, zusammen mit bekannten Solisten.

VON REBEKKA BALZARINI


Noch knapp vier Wochen bis zum grossen Auftritt der Konkordia Egerkingen. Die Nervosität hält sich bei der Präsidentin Barbara Junker aber in Grenzen. «Ich habe die Solisten üben hören, und jetzt bin ich beruhigt», erzählt sie erleichtert. Dank der Kontakte von Regisseurin Theresa Lehmann ist es gelungen, bekannte Solisten für einen Auftritt nach Egerkingen zu holen. Dabei sind Patrick Oetterli, Stefanie Bühlmann, Astrid Pfarrer, Andreas Jäggi, Thomas Fluor sowie Johnny Sollberger und Philipp Müller.

Schon bei «Fledermaus» dabei
Einige von ihnen waren schon dabei, als im Jahr 2013 «Die Fledermaus» erfolgreich aufgeführt wurde. Bis jetzt übten sie allein, aber bald folgt der grosse Schritt, und es wird zusammen geübt, erzählt Barbara Junker. Am 6. Mai ist es endlich so weit. «Da bin ich gespannt, wies läuft. Das Zusammenführen der Solisten und der Gruppe ist nicht immer ganz einfach». Es ist die letzte grosse Hürde nach der monatelangen Vorbereitung. Dabei waren nicht nur die Sänger des Kirchenchors St. Martin und die Musiker der Konkordia Egerkingen gefordert. Regisseurin Theresa Lehmann begann schon vor zwei Jahren, die gesprochenen Texte des Musicals ins Deutsche zu übersetzen, und Dirigent Carlo Balmelli musste die Musikstücke für Blasmusiker umschreiben.
In Egerkingen gibt es einen gewissen Erwartungsdruck. Die Operette «Die Fledermaus» war ein gewaltiger Erfolg. «Wir haben enorm viele positive Rückmeldungen bekommen», erinnert sich Barbara Junker. Auch der Konkordia sei der Anlass in guter Erinnerung geblieben. Und als klar war, dass im Jahr 2017 kein grosses Musikfest auf dem Plan steht, da habe sich die Konkordia schnell dazu entschlossen, wieder ein Stück aufzuführen. «Die beiden Vorführungen kann man aber nicht vergleichen. Das eine war eine Operette, und nun kommt ein Musical», erklärt Junker. Aber auch das scheint in Egerkingen anzukommen. Wer noch ein Ticket ergattern will, der muss sich beeilen. «Die Premiere ist schon fast ausverkauft», freut sich Junker.

Nun folgt der Endspurt
Die verbleibenden vier Wochen werden nun intensiv. Auch an den Wochenenden wird geübt. Und es braucht viel Arbeit hinter den Kulissen. «Für ein erfolgreiches Musical ist enorm viel Vorarbeit nötigt», so Junker. «Wir mussten Sponsoren suchen, machen Werbung und kümmern uns um die Medienarbeit.» Ständig klingelt bei Barbara Junker das Telefon. «Ich bin die Anlaufstelle für alle», seufzt sie. Aber ihre Vorfreude könne das trotzdem nicht mindern.