| Jahreskonzert 2009 |
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Weiterhin auf höchstem Niveau Egerkingen Überzeugender Auftritt der Musikgesellschaft Konkordia am Jahreskonzert Die Musikgesellschaft Konkordia Egerkingen setzt sich die Messlatte immer hoch. Am Jahreskonzert in der Mühlematthalle gab es auch diesmal nicht das geringste Straucheln. Das Publikum verdankte die Darbietungen mit lang anhaltendem Applaus.EDGAR STRAUMANN Bei den arktisch anmutenden Temperaturen brauchte es schon eine Überwindung, die warme Stube für den Konzertbesuch zu verlassen. Die Besucherinnen und Besucher, die trotzdem gekommen waren, sahen sich für ihren Entschluss in reichem Masse belohnt. Die beiden Hauptwerke, zu Beginn und am Schluss des Programms, stellten für die Musikantinnen und Musikanten eine echte Herausforderung dar, die souverän gemeistert wurde. Unter der Leitung von Carlo Balmelli aus Arogno präsentierte sich das Gäuer Blasorchester auch zu Beginn des neuen Jahres jederzeit auf der Höhe seiner Aufgabe und zeigte nicht die geringsten Unsicherheiten. Robert W. Smith, 1958 in den USA geboren, ist auf internationalem Gebiet einer der beliebtesten und auch produktivsten Komponisten der Gegenwart. Seine Werke finden auf allen Erdteilen grosse Beachtung, stellen aber auch höchste Anforderungen. Bei seinen Highlight-Kompositionen nimmt er sich auch ausgewählten Themen an, wie beispielsweise «Die göttliche Komödie», «Die Odyssee» und zuletzt «Don Quixote», alles viersätzige Werke. Die Symphony No. 3 «Don Quixote» setzt sich mit der weltweit bekannten Geschichte des spanischen Reiters im Kampf gegen die Windmühlen auseinander. Der Konkordia gebührt ein grosses Kompliment, nicht nur für den Entscheid, sich dieser 22-minütigen Komposition angenommen zu haben, sondern vor allem für die eindrucksvolle Umsetzung, nicht nur vom Orchester in seiner Gesamtheit, sondern auch von den einzelnen Registern in den Solopartien. Brasilien einmal anders Von Silvan Hof, dem Moderator, war zu erfahren, dass im zweiten Konzertteil Brasilien einmal von einer anderen musikalischen Seite vorgestellt werde. «Amazonas» ist zwar ein amerikanischer Militärmarsch, der Komponist F. Salutari ist hingegen ein gebürtiger Brasilianer. Der lateinische Einfluss war beim wohlklingenden Vortrag unverkennbar. Edson Beltrami begann mit sechs Jahren sein Musikstudium als Flötist im Bundesstaat São Paulo. In seiner späteren Komposition «Dance» kommt die Liebe zu seinem Instrument klar zum Ausdruck. Bei der tänzerischen und temporeichen Aufführung setzte das Egerkinger Flötenregister die kompositorische Vorgabe hervorragend um. Ebenfalls eine glänzende Umsetzung gelang dem ganzen Orchester in Hudson Nogueira «Carneval de Rua». Nicht wie im bekannten und organisierten Corso im Samba-Rhythmus, sondern so wie das gewöhnliche Volk in Brasiliens Metropole seinen Carneval zu feiern pflegt. Ein weiterer Höhepunkt stand zum Abschluss auf dem Programm: «Estados d’Alma» von Edmundo Villani-Côrtes. In den vier sehr unterschiedlichen Sätzen ist nicht nur ein sehr hoher Schwierigkeitsgrad zu bewältigen, sondern viel Einfühlungsvermögen von sämtlichen Interpreten ist eine absolute Notwendigkeit, um den «Zustand der Seele» voll zum Ausdruck zu bringen. All diese Anforderungen wurden erfüllt. Vereinspräsident Guido Lüthi kann stolz auf seinen Verein sein. Seine Zufriedenheit war bei seiner Begrüssung unverkennbar und die Ankündigung auf weitere Grosstaten der «Konkordia» stiess beim aufmerksamen Publikum auf reges Interesse.
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