Regionalmusiktag Samstag, 18. Juni 2005 Brass Night / Samstag
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Bericht


© Oltner Tagblatt / MLZ; 20.06.2005

von Edgar Straumann

Brass-Band-Konzerte ohne Wertung
Wie schon am Nachmittag die Jugendspiele, stellten sich die fünf gemeldeten Brass Bands am Samstag Vorabend mit einem 25-minütigen Konzertprogramm dem zahlreichen Publikum in der Mühlematt Turnhalle vor. Vorgängig erfolgte auf der Bahnhofstrasse noch eine Marschmusikdemonstration, die einmal mehr  viel Beachtung und Beifall fand. Den Auftakt machte die Brass Band Matzendorf unter der Leitung von Christoph Bangerster. Von den fünf dargebotenen Kompositionen erntete «Rondoletto for two Euphoniums» mit den beiden Solisten Christian Brunner und Fabian Bloch viel und herzlichen Applaus.

Eine Expertise oder musikalische Bewertung bei der Sparte Brass Band gab es nicht. «Die Brass Bands wollten das einfach nicht», war die Erklärung von OK-Präsident Tullio Gallo. Die Frage sei erlaubt: «Weshalb denn nicht?» Ohne die Leistungen der fünf Bands auch nur im Geringsten schmälern zu wollen - es wurde durchwegs hervorragend musiziert -, könnte doch eine neutrale Betrachtung nur förderlich und allemal von Vorteil sein.

Vom Tango bis zum Rock
Die Brass Band Kappel, seit zehn Jahren bereits steht Oliver Waldmann am Dirigentenpult, verstand es, einen Mix mit guter Unterhaltungsmusik zu bieten. Trotz ihres hohen Alters, die Brass Band Frohsinn Laupersdorf kann als zweitältester Verein des Kantons auf 181 Jahre zurückblicken, führte Heinz Sinniger seine Leute voller Elan und in jugendlicher Frische durchs Programm, das vom lateinamerikanischen Tango bis zu Rock Music sehr breit gefächert war.

Die MG Konkordia Aedermannsdorf konkurriert am nächsten Wochenende in Liestal am Kantonalen Musikfest Baselland. Für ihren Dirigenten Pascal Eicher war es daher naheliegend, das Aufgabestück «Un Soupcon de Paganini» und ebenfalls das Aufgabestück «Jubilee Overture» sozusagen als Hauptprobe vor Publikum aufführen zu können. Wir schielen jetzt schon gespannt über den Passwang!

Für den letzten Verein konnte Ansager Yvan Surry das Mikrofon an die Brass Band Harmonie Wolfwil übergeben, die gleich selber die Ouvertüre «Zampa» ankündigte. Ausser diesem happigen Brocken verstand sich Dirigent Ernst Balli mit seiner Motivationskunst gleichermassen auch auf Polka und Rock. Die Aaregäuer setzten einen würdigen Schlusspunkt.

Festakt mit Veteranenehrung
Nach dem Unterhaltungskonzert in der Festhalle, geboten von der Blasmusik Olten, begrüsste OK-Präsident Tullio Gallo und bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern und selbstverständlich auch bei sämtlichen Musikantinnen und Musikanten, den Hauptdarstellern des gelungenen Anlasses.

Kantonalpräsident Ueli Nussbaumer führte anschliessend die Veteranenehrung durch, die seiner Meinung nach trotz gewissen kritischen Stimmen nach wie vor zu einem Musiktag gehöre. Ausgezeichnet werden jeweils Musikantinnen und Musikanten für 25-, 35-, 50- oder gar 60-jährige aktive Tätigkeit. Gleich zwei Musikanten erhielten die seltene CISM-Auszeichnung für 60 Jahre Mitwirkung in einem Blasmusikverein: beides Mitglieder der BB Harmonie Wolfwil. Posaunist Karl Nützi liess sich mit der Begründung, er sei Musikant und nicht Veteran entschuldigen. Hingegen nahm Alfred Ackermann, er spielt noch immer Es-Bass, die Ehrung höchst persönlich entgegen.

Ferner wurden zu kantonalen Veteranen (25 Jahre) Daniel Meister, BB Matzendorf, Daniel Flück, BB Frohsinn Laupersdorf, Helen Lienhard-Müller, BB Kappel, Daniel Iseli, BB Kappel, ernannt. Zu eidgenössischen Veteranen (35 Jahre) wurden Heini Ledergerber, BB Kappel, Alfred Lüthi, Blasmusik Olten, Peter Wirz, BB Harmonie Wolfwil (entschuldigt) ernannt.

 

 
Fotos von der Marschmusik

 

 

 
   

 
 


 

Fotos von der Brass Night

 

 

 

 

 
 
 


 

Fotos von der Veteranenehrung