Jahreskonzert 2011
 Programm-Download als PDF                                                                 Original Zeitungsbericht als PDF

Zurück

Jahreskonzert 2010 - Zeitungsbericht

 

© Oltner Tagblatt 17.01.2011

 

 


Konkordia bestätigte ihre Leaderstellung in der Blasmusik

 

Egerkingen An ihrem Jahreskonzert begeisterten die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Konkordia Egerkingen mit beeindruckenden Darbietungen.

 

EDGAR STRAUMANN

 

«Selten Aufgeführtes und Bekanntes sind an unseren Jahreskonzerten im Januar zu hören.» Dieser Hinweis war in der ersten Ausgabe 2011 des vereinseigenen Info-Blattes der Musikgesellschaft Konkordia Egerkingen zu  lesen. In der Tat hatten es die Verantwortlichen verstanden, ein Konzertprogramm zu gestalten, welches das Interesse der Liebhaber hochstehender Blasmusik zu wecken vermochte. Die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher wurden denn auch in allen Belangen voll und ganz erfüllt. Vereinspräsident Guido Lüthi hatte bei seiner Begrüssung in keiner Weise übertrieben, als er einen genussreichen und unvergesslichen Konzertabend versprach. 

Unter der Leitung von Maestro Carlo Balmelli eröffnete das Gäuer Blasorchester das Konzert mit «Helios», einem Konzertmarsch von Jan van der Roost. Dank der idealen Besetzung und Instrumentierung ist es  der «Konkordia » möglich, einen ausdrucksstarken Klangkörper zu erreichen. Dies allein genügt natürlich noch lange nicht, eine überzeugende Leistung zu erbringen, braucht es doch auch noch Bläserinnen, Bläser und Perkussionisten, die willens sind, mit einem grossen Aufwand die gute Ausgangslage entsprechend umzusetzen. Ein erster Beweis dafür wurde mit «Helios» auf eindrückliche Art erbracht. Ein weiterer Beweis oder gar Höhepunkt folgte gleich anschliessend. «Fourth Symphony» mit dem Untertitel «Yellowstone Portraits» wurde vom Amerikaner James Barnes 1999 komponiert. In den drei Sätzen «Dawn on the Yellowstone River», «Pronghorn Scherzo» und «Inspiration Point» werden die Schönheiten des wohl bekanntesten Naturparks Amerikas aufs Eindrücklichste musikalisch dargestellt. Unter Einbezug der Harfe wurde die Stille der frühen  Morgenstunden, das Fliessen des Yellowstone Rivers und die aufgehende Sonne bildhaft dargestellt. Als Gegensatz dazu der zweite, sehr lebhafte Satz, eine aufgeschreckte Antilopenherde beschreibend, um abschliessend wieder zum Wasser zurückkehrend, zum Tower Falls, dem imposanten Wasserfall des Yellowstone-Parks. Die Umsetzung dieser eindrücklichen Komposition stellt eine echte Herausforderung dar. Die Musikgesellschaft Konkordia Egerkingen hat sie angenommen und hervorragend umgesetzt. Wenn diese Komposition, als Selbstwahlstück für das Eidgenössische Musikfest in St. Gallen bestimmt, von den Juroren in der ersten Stärkeklasse gleich gut bewertet wird wie das Egerkinger Publikum schon jetzt signalisierte, dürfte ein weiterer Glanzpunkt gesetzt werden können.

«Danzon No. 2» sei so etwas wie die inoffizielle Nationalhymne Mexikos, verriet Moderator Michael Nünlist nach der Pause. Das dürfte zumindest für den Schlussteil dieses Werkes von Arturo Marquez zutreffen, entspricht doch diese Musik durchaus dem Temperament dieser Landsleute. Temperamentvoll und zudem perfekt in jeder Beziehung war auch die Wiedergabe. Leonard Bernstein (1918–1990) braucht als Dirigent und Komponist kaum mehr vorgestellt zu werden. Zu einer seiner herausragenden Kompositionen gehört die Musik zum Musical «West Side Story». Aus diesem Werk hat der Komponist eine Orchestersuite mit den Sätzen Scherzo, Mambo, Chacha und Cool arrangiert. Die bekannten Melodien und Rhythmen wurden auf konzertante Art mit voller Hingabe und Konzentration durch die Konkordia derart dargeboten, dass das Publikum zu Beifallsstürmen hingerissen wurde.

Als Schlussnummer war «Riverdance » von Bill Whelan im Programm aufgeführt. Ursprünglich als Pausenfüller beim Grand Prix d’Eurovision gedacht, entwickelte sich diese Tanzshow ab 1994 weltweit zu einem Renner sondergleichen. Diese irische Tanzmusik animierte die Interpreten in Egerkingen nochmals zu einer Höchstleistung mit Soloeinlagen von Geri Amrein auf dem Flügelhorn und Michele Leisibach auf dem Sopransax.

Wie nicht anders zu erwarten war, wollte das gutgelaunte Konzertpublikum Zugaben. Darauf war man vorbereitet, folgt doch nicht bloss ein sogenannter Ladenhüter, sondern mit «Danza Final» von A. Gianastera nochmals ein musikalisches Feuerwerk. Die Musikgesellschaft Konkordia Egerkingen mit ihrem musikalischen Leiter Carlo Balmelli hat erneut den Beweis erbracht, dass auch im Amateurbereich Blasmusik auf sehr hohem Niveau möglich ist. Die zahlreich  erschienenen Besucherinnen und Besucher wussten das mit herzlichem Applaus zu honorieren und verdankten in gleicher Weise auch den traditionellen «Solothurner Marsch» von Stephan Jäggi ganz zum Schluss.

Programm-Download als PDF                                                                 Original Zeitungsbericht als PDF

Zurück